Achental-Realschule bemüht sich intensiv um einen Gegenbesuch in Uruguay

Die beiden Lehrer Frau Silke Schwinghammer und Herr Thomas Winkler bemühen sich derzeit intensiv, einen Gegenbesuch mit Schülerinnen und Schülern der Achental-Realschule in unserer Partnerschule in Uruguay, der Deutschen Schule Montevideo zu ermöglichen. Dazu haben sie eine umfangreiche Bewerbung bei Engagement Global in Bonn um eine Förderung von ENSA (= Entwicklungs¬politisches Schul¬austausch¬programm) zusammengestellt, die Zuschüsse aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gewähren kann und so Schulpartnerschaften unterstützt.800px Ensa logoEngagement Global
Die Begegnungsreise wäre der erste Gegenbesuch unserer Schüler in der Partnerschule. Die Achental-Realschule hat sich in ihrem Schulprofil vorgenommen, die Weltoffenheit ihrer Schüler zu fördern. Deswegen führen wir regelmäßig Europaprojekte und Projekte zum Globalen Lernen durch. Mit der Teilnahme an der Begegnungsreise nach Uruguay könnten die Schülerinnen und Schüler Kompetenzen erwerben, die ihnen Orientierung in einer durch fortschreitende Globalisierung zunehmend komplexeren Welt geben. Unsere Schule nutzt bei ihren Projekten den Kompetenzansatz des Orientierungsrahmens für den Lernbereich Globale Entwicklung, den wir durch den Schulwettbewerb des Bundespräsidenten zur Entwicklungspolitik kennenlernen durften. Wir planen unsere Projekte bewusst entlang der Kategorien Erkennen – Bewerten – Handeln. Wir arbeiten dabei stets fächerübergreifend, um die Kernkompetenzen der Lernbereichs Globale Entwicklung zu erreichen. Mit unserer Begegnungsreise möchten wir diese Kernkompetenzen weiter ausbauen und das Bewusstsein für die Notwendigkeit gemeinsamen Handelns für unsere Eine Welt fördern.
Die Förderung der Weltoffenheit unserer Schüler gelingt am besten durch den direkten Kontakt mit Gleichaltrigen aus einem anderen Land (hier Uruguay). Wir möchten erreichen, dass die Schülerinnen und Schüler Unterschiede zwischen den verschiedenen Kulturen erkennen und beschreiben können. Sie sollen aber auch die vielen verbindenden Gemeinsamkeiten erkennen. Durch einen bewussten Perspektivwechsel sollen sie direkt spüren, dass "das Fremde" durchaus verständlich ist und als ein Schatz entdeckt werden kann. Dies soll zur Verbundenheit in Vielfalt führen. Wir legen bei der Durchführung gemeinsamer Projekte besonderen Wert auf das Erreichen und die Förderung folgender Kompetenzen: Die Schüler beschaffen und vermitteln Informationen selbstständig, sie erkennen die Vielfalt in der Globalen Welt, sie wechseln die Perspektive und versetzen sich in andere hinein, sie reflektieren ihre Erfahrungen kritisch und nehmen begründet Stellung, sie erkennen ihre Mitverantwortung und werden lokal aktiv, um so auch global mitzuwirken.
Unsere Begegnungsreise soll darüber hinaus ein weiterer Impuls für verstärkte Zusammenarbeit sein und dazu führen, dass noch mehr Schüler, Eltern und Lehrer die Begegnung aktiv suchen.
Wir wollen bei einem Besuch in Uruguay mit unseren Partnerschülern wieder ein gemeinsames Projekt zum Globalen Lernen durchführen. Zur Vorbereitung ist eine noch intensivere Vernetzung mit der Partnerschule geplant. Die Schülerinnen und Schüler werden durch den intensiven Kontakt mit der Partnerschule, den Partnerschülern und den Gasteltern Weltoffenheit direkt erleben und erfahren. Der Lernbereich Globales Lernen wird durch die Begegnungsreise und den Erfahrungsaustausch darüber in beiden Schulen, auf der Homepage, bei vor- und nachbereitenden Informationsveranstaltungen und in der Zeitung weiter bewusst gemacht.800px BMZ Logo svg
Wir wollen die geschlossenen Kontakte mit den Gastfamilien auch als Schule weiter fördern, indem wir durch Informationsveranstaltungen für die Mitschüler und die Eltern neues Interesse an weiteren Begegnungsbesuchen wecken. Gefördert wird das Interesse sicher auch über die Multiplikation der Erfahrungen bei Fortbildungen, durch Berichte auf der Homepage und in Zeitungen.
Die Schulleitungen aus Montevideo und aus Marquartstein unterstützen das interessante Vorhaben ebenso wie der Ministerialbeauftragte für Realschulen in Oberbayern Ost. Wir sind sehr gespannt, ob unser Vorhaben für 2018 Wirklichkeit werden wird und drücken ganz fest die Daumen.
Thomas Winkler und Silke Schwinghammer