6 a und 6 b beteiligten sich am 62. Europäischen Wettbewerb 2015

 
„Richte Kindern in einem Entwicklungsland eine Schule ein. Was soll das Kind dort lernen?“ – so lautet die Aufgabenstellung (Modul 2-3) beim 62. Europäischen Wettbewerb 2015 für die 6. Klassen. Die Klassen 6 a und 6b der Achental-Realschule setzten sich zusammen mit mir als ihrem Deutsch- und Erdkundelehrer Herrn Winkler kritisch mit dieser Fragestellung auseinander und erkannten, dass diese Themenformulierung sehr unpassend ist.
Die Klassen erarbeiteten anhand konkreter Beispiele, dass Entwicklungspolitik keine Einbahnstraße sein darf. Sinnvolle Entwicklungsprojekte können nur dann erfolgreich durchgeführt werden, wenn sie nicht „am grünen Tisch“ im entwickelten Europa sondern in enger Zusammen¬arbeit mit Menschen aus den Entwicklungsländern gemeinsam geplant werden. So können natürlich erst recht auch Kinder einer 6. Klasse in Europa kaum sinnvolle Vorschläge machen, wie man Kindern in einem Entwicklungsland eine Schule einrichten sollte. Darüber hinaus können sie nicht wissen, was die Kinder dort lernen sollten, das kann nur in Zusammenarbeit mit den Menschen im betreffenden Entwicklungsland selbst  funktionieren. Gemeinsam müssen Notwendigkeiten erkannt, erarbeitet und in schlüssige Konzepte umgesetzt werden.
Im ersten Moment stand für Herrn Winkler und seine Klassen fest: Wir beteiligen uns bei dieser Aufgabenstellung nicht am 62. Europäischen Wettbewerb 2015. Beim Überdenken wurde aber dann ganz klar: Beide Klassen werden ihre Erkenntnisse in Beiträge zu diesem Schulwettbewerb einarbeiten und sich sehr kritisch mit der Aufgabenstellung befassen. So entstanden gute Beiträge, die gerade auch zu der kritischen Frage des Europäischen Wettbewerbs „Europa hilft – hilft Europa?“ passen. Wir sind gespannt, wie die Jury unsere kritischen Beiträge bewerten wird. Wir wünschen (und hoffen auf): Viel Erfolg!

Thomas Winkler